Wenn das Kind ein Smartphone möchte…

Ein fröhliches Mädchen benutzt ihr Smartphone Ein fröhliches Mädchen benutzt ihr Smartphone
09.05.2022

Erfahrungen und Tipps

Ein Blogbeitrag von Verena, seit 2007 bei Tele2 und aktuell im Marketing


Nun ist es passiert. Meine Tochter ist gerade 9 geworden, erst in der 3. Klasse und besitzt schon ein Smartphone mit SIM Karte. Eigentlich sollte sie dieses erst bekommen, wenn sie auf die weiterführende Schule geht. Aber nun hat es sich doch eingeschlichen. Und wisst ihr was? Ich finde es gar nicht schlimm.

 

Unsere Kinder haben eh regelmäßig Kontakt mit solchen Geräten und Medien und am Ende zählt nicht nur das Alter, sondern auch die Reife. Bei meiner Tochter bin ich positiv überrascht – sie nutzt das Smartphone, um mir vom Reiterhof aus ein Foto von ihrem geliebten Pflegepferd zu schicken. Oder kommuniziert mit ihren Freundinnen, wenn diese mal krank sind oder die Zeit am Nachmittag nicht reicht, um sich zu treffen. Was soll daran verwerflich sein?

Aber natürlich muss man sein Kind kennen und vorher ein paar Regeln festlegen.

 

Bei uns waren das die folgenden:

  • Smartphones haben nichts in der Schule verloren.
  • Man läuft nicht mit einem Smartphone in der Hand durch die Straßen, erst recht nicht über Straßen!
  • Man tauscht seine Telefonnummer nur mit guten Freunden aus.
  • Solange man noch kein Teenager ist, dürfen die Eltern ein Auge darauf haben (quasi eine Lernphase).

Vielleicht fragt Ihr Euch, wie Ihr es mit Eurem Kind angehen sollt? Wir haben es so gemacht:

Smartphone und Tarif

Bei uns war es glücklicher Weise so, dass mein altes Smartphone noch voll funktionstüchtig war, und ich es an meine Tochter vererben konnte.


Dazu hat sie von mir eine Tele2 SIM Karte bekommen (was sonst?! 😉). Wir haben uns für den LTE Allnet S entschieden. Wenn das Kind zuhause einen Internetanschluss mit WLAN nutzen kann, reichen 2 GB Datenvolumen pro Monat alle Male. Und auch 100 Freiminuten in alle dt. Netze reichen vollkommen, telefoniert wird eh kaum 😉

Ein Teenager-Mädchen am Smartphone gemeinsam mit ihren Eltern Ein Teenager-Mädchen am Smartphone gemeinsam mit ihren Eltern

Tipp: wir haben über den Tele2 Kundenservice die meisten Dienste (bis auf Roaming) sperren lassen, damit keine ungeplanten Kosten entstehen können:

Sonderrufnummern (0900er-Nummern, 0137er-Nummern, Premium SMS-Dienste)
Auskunftsdienste (118xy-Nummern)
Servicerufnummern (0180er-Nummern)
Roaming (Nutzung im Ausland nicht möglich)
Internationale Anrufe
Rufumleitungen*
MMS (aus- und eingehend)

Alternativ könnt Ihr das auch im Mein Tele2-Bereich online selber machen.

Apps und Tools

Wenn Eure Kinder das Smartphone richtig nutzen wollen, benötigen sie auch eine E-Mail-Adresse. In unserem Fall ist es so, dass ich eine private E-Mail-Adresse bei Google habe und meiner Tochter dann dort ebenfalls eine angelegt habe. Bei Kindern unter 16 Jahren wird diese E-Mail-Adresse an die E-Mail-Adresse eines Eltern-Teils gehängt und damit könnt ihr folgendes nutzen:

 

Tipp: Google Family Link

 

Ich finde es super – hier kann ich alles verwalten! Wann ist Schlafenszeit und das Smartphone wird gesperrt? Wie viele Stunden am Tag darf mein Kind das Smartphone nutzen? Welche Inhalte sind erlaubt, ab welcher FSK Altersklasse? Werden Genehmigungen der Eltern benötigt?

Bei uns ist es so:

  • 20-7 Uhr ist „Schlafenszeit“, also keine Smartphonenutzung.
  • Maximal 2 Stunden am Tag kann das Gerät genutzt werden (das sollte natürlich in der Regel nicht der Fall sein).
  • Nur Inhalte ab FSK 0 sind erlaubt.
  • Will meine Tochter eine App runterladen, muss ich das auf meinem Smartphone per Klick genehmigen.
Zwei Mädchen lachen und benutzen Smartphones Zwei Mädchen lachen und benutzen Smartphones

Es gibt auch die Möglichkeit der Standortüberwachung – das ist wirklich Geschmackssache. Ich habe sie mit dem Einverständnis meiner Tochter aktiviert, würde aber tatsächlich nur nachschauen, falls ich mir mal Sorgen machen würde, weil sie vielleicht nicht pünktlich von der Schule nach Hause käme oder ähnliches…

 

Noch ein Tipp: Heutzutage ist auch Youtube sehr beliebt bei Kindern – hier gibt es viele Kanäle für Kinder, an denen man nicht immer vorbei kommt. Umso besser, dass es Youtube Kids gibt!

 

Fazit: Es gibt keine starren Altersgrenzen – man muss nur seinem Kind einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien zutrauen und die richtigen Weichen stellen.