Glossar

ADSL2

ADSL2 bedeutet "Asymmetric Digital Subscriber Line 2" und bezeichnet eine Weiterentwicklung der älteren ADSL-Norm. Hierbei wurde vor allem auf eine höhere Bandbreite geachtet, um mehr Kunden am gleichen Netz anschließen zu können und datenintensive Dienste wie hochauflösendes Internetfernsehen nutzbar zu machen.

Trotz dieser Fortschritte kann ein ADSL2 Modem dank der vollständigen Abwärtskompatibilität auch in einem normalen ADSL-Netz betrieben werden, denn beim Verbindungsaufbau teilen sich Modem und Vermittlungsstelle gegenseitig die technischen Fähigkeiten mit, sodass die jeweilige Gegenstelle sich auf die geforderte DSL-Norm umstellen kann.
Mit einem ADSL2 Router sind vor allem höhere Datenraten möglich, das heißt Downloads sind in kürzerer Zeit beendet. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn aufwändige Online-Spiele gespielt werden oder wenn hochauflösendes Fernsehen (HDTV) über das Internet bezogen wird, weil hier große Datenmengen ohne Unterbrechung an viele Kunden geliefert werden müssen. Außerdem ermöglicht die größere Bandbreite den Netzbetreibern, mehr Kunden gleichzeitig an ein einziges Netz anzuschließen, was die Wartungskosten senkt und die Stabilität erhöht. Bei der Datenrate ist ADSL2 mit 12 Mbit/s um 50% schneller als die Vorgänger-Norm ADSL, die es nur auf maximal 8 Mbit/s brachte. Darüber hinaus wurden die Signalverarbeitung und die Kodierung ebenfalls verbessert, was dem Signal zu einer höheren Reichweite verhilft und so auch weiter von der Vermittlungsstelle entfernten Nutzern höhere Datenraten liefern kann.
ADSL2+ ist eine nochmalige Weiterentwicklung und verfügt über eine Bandbreite von 2,2 MHz. Durch diese Verdoppelung der Bandbreite steigt auch die maximale Transferrate in Empfangsrichtung um das Doppelte auf 24 Mbit/s, wobei diese Datenrate in Deutschland meist auf 16 Mbit/s beschränkt ist. Wie bei DSL allgemein üblich, liegt die Upload-Rate, also die Transferrate in Senderichtung vom Benutzer, dabei aber deutlich unter der Empfangsrate. Darüber hinaus verfügen beide Normen der zweiten Generation über einen Stromsparmodus, der erkennt, wenn keine Daten übertragen werden und der somit die Energiebilanz verbessert.

ADSL2 und die erweiterte Variante sorgen also dafür, dass mehr Kunden am gleichen Netz mit einer höhere Geschwindigkeit surfen können und ermöglichen somit auch datenintensivere Anwendungen wie IP-Fernsehen. Durch die Abwärtskompatibilität kann ein ADSL2 Router auch an älteren ADSL-Netzen ohne Komplikationen betrieben werden.

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